Informationen für Hochschulen
Bereits seit über 35 Jahren erhebt das DZHW (ehem. HIS-Institut für Hochschulforschung der HIS GmbH) Daten zu den Bildungs- und Berufsverläufen unterschiedlicher Jahrgänge von Hochschulabsolvent*innen. Etwa eineinhalb Jahre nach dem Studienabschluss werden die Absolvent*innen ein erstes Mal zu einer retrospektiven Betrachtung des Studiums sowie zu ihrem unmittelbar daran anschließenden Werdegang befragt.
Das Student Life Cycle Panel baut auf einer bundesweit repräsentativen Stichprobe aus allen staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland auf. Für die initiale Kontaktaufnahme und den Versand der Befragungsunterlagen sind wir auf die Mithilfe der Hochschulen bzw. ihrer Prüfungsämter angewiesen.
Es werden pro Hochschule eine anhand statistischer Verfahren und basierend auf Daten der amtlichen Statistik berechnete Zahl von Absolvent*innen befragt, d. h. nur Teile eines Abschlussjahrganges. Befragt werden alle Absolvent*innen, die einen ersten berufsbildenden oder einen Masterabschluss erworben haben. Diejenigen Hochschulen, die im Rahmen der Stichprobenziehung ausgewählt und um eine Teilnahme gebeten wurden, erhalten alle notwendigen Materialien vom DZHW und es werden alle Vorkehrungen getroffen, den entstehenden Aufwand für die Hochschulen so gering wie möglich zu halten. Bei Bedarf unterstützt unser Projektteam die Hochschulen selbstverständlich bei der Kontaktierung der Befragten.
Das DZHW ist verpflichtet und aus eigener Überzeugung daran interessiert, die bei der Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten geltenden Datenschutzbestimmungen strikt einzuhalten. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgt so, dass ein Rückschluss auf Einzelpersonen nicht möglich ist. Kontaktdaten werden nicht an Dritte weitergegeben. Genaue Informationen zum Datenschutz finden Sie hier.
Die Befragungsdaten werden ausschließlich zu wissenschaftlichen und nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet. Die Ergebnisse fließen auf verschiedenen Wegen in die Bildungsberichterstattung ein und unterstützen Entscheidungen in der Bildungspolitik. Der Forschungsgemeinschaft werden die Daten als Scientific Use Files im Forschungsdatenzentrum des DZHW zur Verfügung gestellt. Der Zugang zu zentralen Indikatoren über ein digitales Datenportal ermöglicht den teilnehmenden Hochschulen außerdem einen Vergleich von Daten hochschuleigener Erhebungen mit dem bundesweiten Durchschnitt in diversen Differenzierungen.
Die Studie dient außerdem als deutscher Beitrag zum Projekt EUROGRADUATE zur Schaffung eines Referenzrahmens für die Werdegänge europäischer Hochschulabsolvent*innen und wirkt somit einer steigenden Befragungsdichte an den Hochschulen entgegen.
Für die Aussagekraft der Untersuchungsergebnisse ist es sehr wichtig, dass möglichst alle Hochschulen mit ihrer gezogenen Anzahl an Bachelor- und Masterabsolvent*innen (inkl. Diplom, Staatsexamen und sonstigen Abschlüssen) an der Befragung mitwirken. Nur auf diese Weise ermöglicht die Befragung ein bundesweit repräsentatives Abbild der Berufs- und Lebenswege von Hochschulabsolvent*innen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
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Wer finanziert die Studie?
- Das Student Life Cycle Panel wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und die Bildungsministerien der sechzehn Bundesländer finanziert.
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Warum brauchen Sie die Mithilfe meiner Hochschule?
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Leider existiert kein bundesweites Register der Hochschulabsolvent*innen eines Jahrgangs, aus dem einfach eine Zufallsstichprobe gezogen werden könnte. Ähnlich wie bei einer Befragung von Studierenden benötigen wir daher die Mithilfe der Hochschulen, um jene Personen zu identifizieren, die überhaupt Teil unserer Grundgesamtheit sind.
Zusätzlich verfügen ausschließlich die Hochschulen über Informationen zur Kontaktierung dieses Personenkreises.
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Können Dritte sehen, was die Absolvent*innen meiner Hochschule geantwortet haben?
- Nein, veröffentlichte Daten werden im Zuge der Anonymisierung in Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten so aufbereitet, dass eine Identifikation einer Hochschule nicht direkt möglich ist.
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Warum wurde meine Hochschule kontaktiert?
- Für die Absolvent*innenbefragungen im SLC-Projekt wurde eine geschichtete Klumpenstichprobe gezogen. Das heißt, innerhalb einer Ziehungsschicht (gebildet aus Hochschulart und Region) wurde eine Zufallsauswahl von sogenannten Klumpen, also Hochschulen, gezogen. Ihre Hochschule wurde kontaktiert, da ihre Hochschule im Rahmen dieses Verfahrens für die Stichprobe gezogen wurde. Um die von uns gezogenen Hochschulen (und die dort zugehörigen Absolvent*innen) befragen zu können, bitten wir Sie daher um Ihre Teilnahme und Mithilfe an der SLC-Absolvent*innenbefragung.
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Was mache ich, wenn in der von Ihnen gezogenen und errechneten Abschlussart für das Prüfungsjahr gar keine oder weniger Absolvent*innen an meiner Hochschule existieren?
- Die Zahl der zu befragenden Absolvent*innen wurde basierend auf Zahlen der amtlichen Statistik mittels statistischer Prognoseverfahren berechnet. Da jährliche Schwankungen unter Umständen von Prognosen abweichen können, kann es vorkommen, dass für eine bestimmte Abschlussart in einem bestimmten Prüfungsjahr weniger Absolvent*innen existieren. Wir bitten Sie, uns dies im Rahmen der Kommunikation zur Feldvorbereitung dann mitzuteilen.
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Welche Kosten entstehen der Hochschule durch die Teilnahme?
- Das Projekt verfolgt keine kommerziellen Interessen. Die Durchführung der Studie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert, sodass die Teilnahme an der Studie für Hochschulen der Stichprobe kostenlos ist.
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Wie hoch ist der Aufwand für meine Hochschule, wenn wir uns an der Befragung beteiligen?
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Der Aufwand an den Hochschulen beschränkt sich auf die Identifikation der gezogenen Hochschulabsolvent*innen des Prüfungsjahrgangs in ihren eigenen Daten, die Zuweisung von Token an diese Kontakte und den Versand von Einladungs- und Erinnerungsschreiben.
Es kommt vor, dass Befragte sich mit Rückfragen an die Hochschulen wenden. Diese Anfragen können Sie an uns weiterleiten, so dass wir die Beantwortung übernehmen.
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Wird die Mitarbeit der Hochschulen auch für die Folgebefragungen benötigt?
- Nein, die Mithilfe der Hochschulen ist nur für die Erstkontaktierung eines Prüfungsjahrgangs notwendig. Für die Folgebefragungen erfolgt die Betreuung der Befragten durch das DZHW auf Basis der Kontaktdaten, die uns die Befragten im Falle der Bereitschaft zu weiteren Befragungen zur Verfügung gestellt haben.
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Wie wird der Datenschutz gewährleistet?
- Das DZHW ist verpflichtet und aus eigener Überzeugung daran interessiert, die bei der Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten geltenden Datenschutzbestimmungen strikt einzuhalten. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgt so, dass ein Rückschluss auf Einzelpersonen nicht möglich ist. Die Befragungsdaten werden ausschließlich zu wissenschaftlichen und nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet. Kontaktdaten werden nicht an Dritte weitergegeben. Genaue Informationen dazu finden Sie hier.